Kärntner Hauben-Koch verwöhnt die Kroaten
Autor Kurier - Simone Leonhartsberger   
Petak, 05 Listopad 2007 00:00

KurierDer österreichische Vier-Hauben-Koch Christian Cabalier eröffnete mit dem Bistro "Apetit" einen Hot-Spot in zagreb.

Vornehme Villen, viel Grün und ein weiter Blick über Zagreb - der gebürtige Kärntner, Christian Cabalier (42), hat sich für sein Bistro "Apetit" in der oberen Altstadt der kroatischen Hauptstadt einen noblen Platz gesucht. Vor einem Jahr eröffnete der österreichische Vier-Hauben-Koch sein Lokal, das zu den Hot-Spots der Stadt zählt.

Zum business-Lunch, der oft auch erst um drei Uhr nachmittags beginnt, tref-fen sich dort internationale und lokale Vertreter aus Kultur, Politik und Wirtschaft zu einen Beefsteak oder einer gefüllten Kalbsleber. Auch in der leichten, aber noblen Atmosphäre rennt der Anfangszeit bewahrt und Stammkundschaft durch das eine oder andere Gläschen bewiesener Gastfreundschaft aufgebaut: "es war anstrengend, so Kundenbeziehungen aufzubauen, aber es hat sich gelohnt."


Ulaz u Bistro Apetit u jesenVerliebt Zu kroatien hatte er keinen Kontakt bis er in dem Wiener Fischrestaurant kornat Sania, die Tochter der Besitzer, kennenlernte. "Sie betreute russisdhe, kroatische, italienische G'aste und mich - in Deutsch - in allen Sprachen so perfekt, dass ich mich sofort verliebt habe", schmunzelt Cabalier. Ein Jahr später wurde geheiratet.Sania cabalier leitet nun das Service und die Verwaltung. Ihr Mann kocht, kümmert sich um die kalkulationen und den Einkauf. Der Grossteil des zwölfköpfigen Teams spricht Deutsch und Englisch. Da ist es weniger schlimm, wenn die Kroatisch-Kenntnisse des Chefs noch hinken. Er spricht Italienisch und Englisch: "kroatisch ist ur-schwer", ist er noch im Wienerischen zu Hause. "Aber ich habe Privatunterricht."Die Verhandlungen mit Lieferanten und den Einkauf am Markt erledigt er denoch selbst. Cabalier: "Ich verständige mich mit Mimik und Gesten." Lange dauerte die Suche nach und Fischlieferanten. Mittlerweile ist er bei "seinen" Marktständen beliebt. "Sie legen mir die besten Stücke auf die Seite." Heimweh nach österreich kennt er nicht: "Im Prinzip lebe ich mein österreichisches Leben hier weiter."